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Unter dem langanhaltendem Beifall der Delegierten und Gäste der Jungen Liberalen Hessen (JuLis) sprach der Vorstandsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Dr. Wolfgang Gerhardt, MdB, heute auf dem Landeskongress der FDP-Nachwuchsorganisation in Wiesbaden. Gerhardt hob unter anderen hervor, dass Politik und politischer Wettbewerb stets eine Auseinandersetzung über – oder auch ein Kampf um das Denken von Menschen ist. „Es gilt ein Bewußtsein für neue Herausforderungen zu entwickeln, eine Haltung zu deren Bewältigung zu schaffen, eine den Aufgaben entsprechende öffentliche Meinung herzustellen und so das gesellschaftliche Klima zu prägen“, so Gerhardt.
Die JuLis verabschiedeten einstimmig einen Grundsatzbeschluss zum Liberalismus. Unter dem Titel „Freiheit, die wir meinen…“ sprechen sich die JuLis in ihren „Wiesbadener Thesen“ für mehr Freiheit aus. Darin heißt es unter anderem: „Für uns Junge Liberale in Hessen ist Liberalismus ein Lebensgefühl und eine Lebenseinstellung von Freiheit, Toleranz und Mitmenschlichkeit. Wir stellen bei unseren politischen Überlegungen den Menschen als Bürger in den Mittelpunkt. Gleichzeitig erwarten wir von allen Bürgern unseres Landes, ganz gleich, aus welchem sozialen, religiösen oder ethnischen Umfeld sie kommen, dass sie sich am Aufbau und Erhalt des demokratischen Gemeinwesens nach Kräften beteiligen und Verantwortung für sich selbst und ihr Umfeld übernehmen.“ Der Landesvorsitzende Lasse Becker führt dazu aus: „Die FDP – gerade auch auf Bundesebene – muss bei den grundsätzlichen Fragen unserer Gesellschaft – z.B. auch bei der Frage der Solidarität in der Gesellschaft präsenter werden. Dazu brauch man nicht nur mehr Köpfe in der öffentlichen Wahrnehmung, sondern auch ein funktionierendes liberales Navigationssystem, das Kompass und Karte des Handelns darstellt.“ Nachdem bereits schon seit einiger Zeit der JuLi-Bundesverband sein Grundsatzprogramm überarbeitet mahnen die hessischen JuLis nun auch den FDP Bundesverband an, in dieser Richtung aktiv zu werden. „Die FDP muss auf Bundesebene verstärkt Grundsatzarbeit leisten. Sie muss das emotionsgeladene Gefühl der Freiheit stärker hervorheben“, fordert Becker. Weiter betont der Chef der hessischen JuLis: „Diese Arbeit muss sowohl vom Bundesvorsitzenden selbst als auch vom gesamten Präsidium geleistet werden. Deshalb begrüßen wir auch die Ankündigung von Dr. Gerhardt, in Kürze eine weitere Veröffentlichung vorzustellen.“
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